Kulturpolitik

Die IG PUPPEN Berlin vertritt die Interessen der professionellen freien darstellenden Puppentheaterschaffenden Berlins gegenüber Öffentlichkeit und Politik.

Die erste ausgiebige Diskussion fand in der IG zur Eintrittspreispolitik in Berlin statt.
Nach Vergleichen und Austausch formulierten wir eine Eintrittspreisempfehlung.

Nach einer kurzen Recherche der Eintrittspreise stellten wir fest, dass die Spanne von 4-7,00 Euro pro Kind, 4 – 9 Euro für Erwachsene umfasst. Über die Hälfte der Spielorte liegt an der unteren Grenze. Der Kindertarif ermäßigt sich dann evtl. noch um den 1,50-Zuschuss des JKS, d.h. die Kinder kommen für 2,50 Euro ins Theater.

In Berlin gibt es in der freien Puppentheaterszene keine Festgagen. Die Spieler tragen das Risiko der Veranstaltung mit, indem sie lediglich 60-70% der verkauften Eintrittskarten erhalten. Die Puppenspielkunst ist eine sehr intime Kunst, die – gerade im Kindertheaterbereich – selten mehr als 120 Zuschauer verträgt; durchschnittlich sind es 40-60 Personen im Publikum.
Geförderte Spielstätten müssen ihre Kosten nicht zwingend durch Eintrittsgelder erwirtschaften und werben deshalb mit geringem Eintrittspreis – dies führt nicht nur zur Verzerrung des Wettbewerbs sondern wirkt sich auch negativ auf die Einkommenssituation der freiberuflich arbeitenden Spieler aus.

In der diskutierte EMPFEHLUNG der IG Berliner Puppen- und Figurentheater wird deshalb ein Durchschnittspreis von 5,00 Euro angesetzt werden. Die untere Grenze sollte bei 4,50 Euro pro Kind plus Jks-Zuschuss, also 6,00 Euro liegen, damit Theater anzubieten auch wirtschaftlich bleibt.

Dass es Zuschauer gibt, die sich diese Beträge nicht leisten können, ist ein politisch zu lösendes Problem. Die IG wird hier nach Lösungen suchen, und Ideen für Fördermaßnahmen entwickeln und mit der Politik diskutieren.

Bereits 4 Spielorte haben eine Eintrittspreiserhöhung als Folge unserer Diskussion untereinander durchgeführt. Es gibt somit erste Erfolge der regelmäßigen Zusammenkünfte.